02 / 2001
 
Jugend am Werk 
Soziale Dienstleistung — Iso-zertifiziert

„Moderne Sozialdienstleistung auf höchstem Qualitätsniveau in den Bereichen Behindertenhilfe, Berufsbildung und Jugendwohlfahrt“, so definiert Mag. Alfred Hausegger, Geschäftsführer von Jugend am Werk Steiermark, das Leistungsspektrum seines Unternehmens. 
In 53 Jahren sozialen Engagements konnte rund 40.000 Menschen im gesamten Bundesland erfolgreich geholfen werden. Heute betreut die Jugend am Werk Steiermark GmbH mit knapp 400 MitarbeiterInnen an 40 Standorten mehr als 2.500 KundInnen jährlich.

So hat das Unternehmen beispielsweise im Fachbereich Jugendwohlfahrt mit Einrichtungen wie etwa der „tartaruga“ (Zuflucht- und Beratungsstelle für Jugendliche in Krisen) oder „Argus“ (Schutz für Kinder vor sexueller Gewalt) Strukturen geschaffen, die gerade bei „modernen“ sozialen Defiziten schnelle, effiziente, treffsichere und - nicht zu vergessen - zeitgemäße Hilfe anbieten.
1948 wurde die Organisation Jugend am Werk Steiermark mit dem Ziel ins Leben gerufen, der Jugendarbeitslosigkeit über Kursmaßnahmen entgegenzutreten. An vier Standorten in der Steiermark wurden anfangs 270 junge KlientInnen betreut, 1955 waren es bereits 3500 Menschen an 20 Standorten. Als in den 60er-Jahren die Arbeitslosigkeit zu sinken begann, verlegte Jugend am Werk seinen Schwerpunkt auf die Behindertenhilfe.
Anfang der 80er-Jahre ließ das Unternehmen mit der ersten sozialpädagogischen Wohngemeinschaft im neuen Fachbereich Jugendwohlfahrt aufhorchen. Sieben Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren konnten hier ihre aus problematischen sozialen Interaktionsfeldern herrührenden Defizite aufarbeiten.
Zahlreiche weiterführende Projekte folgten, wie die sozialpädagogische Familienbetreuung, in deren Rahmen Randgruppenfamilien umfassende Präventivhilfe bei drohendem Erziehungsnotstand geboten wird.
Vieles hat sich seit 1948 verändert und Jugend am Werk hat immer wieder hohe Flexibilität bewiesen, wenn es galt, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. 
Einer der Meilensteine des Unternehmens war schließlich im Dezember 2000 die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach den ÖNormen ISO 9001:2000. „Es genügt nicht mehr ausschließlich der Nachweis allein, das Herz am rechten Fleck zu tragen“, so Mag. Alfred Hausegger, „wer heutzutage Aufträge erhalten will, muss Standards vorweisen.“ Komplexität und Entwicklungsgeschwindigkeit sozialer Strukturen machen das kontrollierte Verfolgen, Steuern, Nachvollziehen und Transparentmachen von Abläufen in zunehmendem Maße unerlässlich. Das gesamte Unternehmen wurde logistisch in ein Regelwerk aus „KundInnenprozessen“, „MitarbeiterInnenprozessen“ und „Systemprozessen“ gefasst, denen jeweils Dokumentations- und Revisionssysteme zugeordnet sind. Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit jedes Handlungsschrittes sind die herausragenden Qualitäten dieser Struktur, die einer ständigen Weiterentwicklung bedarf.

In Kürze eröffnet Jugend am Werk übrigens die Ausstellung Power Painting im Grazer Stadtmuseum, in der Künstler und Künstlerinnen aus der JaW-Malerwerkstatt Graz ihre Werke präsentieren.
Vernissage: Samstag, 3. März, 11.00 Uhr, Gotische Halle, Stadtmuseum, Sackstr. 18;
Die Ausstellung läuft bis 01. April 2001.

Einige der ausgestellten Bilder können auch über die Web-Galerie von Jugend am Werk betrachtet werden: 
www.jaw.or.at/galerie 

Anfragen: 
Karoline Stachl, Tel. (0 316) 71 22 93-21

Kontakt: 
Jugend am Werk Steiermark GmbH,
 Sporgasse 11, 8010 Graz, 
Tel. (0316) 83 00 66-10, Fax: Dw-16;
E-Mail: gf@jaw.or.at
Web: www.jaw.or.at
 
 

 

 
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