korso Kulturtermine
Das Informationsmagazin 
der Steiermark
 

12/2005

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  AKTUELLE AUSSTELLUNGEN


Bis 11.12. / Stern 05 Winterreise 21 Aussteller/innen aus Österreich, Deutschland und Slowenien präsentieren und verkaufen neue Arbeiten im Stern, Karmeliterplatz 8, 1. Stock. Informationen unter Tel. 0 699 / 11 41 34 25


15.12., 19.00: Buchpräsentation von ORTLOS architects „ARCHITECTURE OF THE NETWORKS” im Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18, 8010 Graz. Die außergewöhnliche Architektur von ORTLOS architects in einem von David Carson unorthodox gestalteten Band. Hatje Cantz Verlag, Englisch, 10/2005. 216 Seiten, durchgehend farbige Abb. ISBN 3-7757-1652-1. Informationen unter www.ortlos.com


18.12., 14.00: Themenführung in der Alten Galerie am Landesmuseum Joanneum: „Engel, die Boten Gottes“. Treffpunkt um 14.00 Uhr, Schloss Eggenberg, Shop; € 6.- (Vollpreis), € 4.- (Kinder inkl. Workshop), Mitglieder der Freunde der Alten Galerie kostenlos; Mitglieder der anderen Fördervereine am Landesmuseum Joanneum € 2,50 (Führungsbeitrag).


19.12.: … in langsamen Kreisen ein Vogel. Eine Installation der anderen Art von Vilja Neuwirth ist in der ESC Graz vom 20. bis zum 30.12.2005 mit Eröffnung am 19.12., 19.00 Uhr. ESC, Jakoministraße 16, 8010 Graz. Informationen unter Tel. 0316 / 83 60 00 und http://esc.mur.at


Bis 21.12.: Die Ausstellung Länderzirkel Unlimited im Lerchhaus, 8552 Eibiswald 82, zeigt Arbeiten von 56 Künstlerinnen aus 24 Ländern unter dem Titel Women and Migration. Öffnungszeiten: Mo - Sa 14 bis 17 Uhr, Informationen unter Tel. 03466 / 43 256


Bis 20.12.: Unter dem Titel „Farbiges Warten“ sind Arbeiten von Ingrid Knaus im Gasthaus Muralter in Voitsberg zu sehen.

Bis 21.12.: Laura Samaraweerovás: Verbesserte fotografie in der kunst.wirt.schaft, Elisabethstraße 14, 8010 Graz
Der Ausstellungstitel „verbesserte fotografie“ weist in ein wenig provokanter Weise auf die zwei bezeichnenden Aspekte der Arbeiten der jungen, in Prag geborenen und in Wien lebenden Künstlerin Laura Samaraweerová hin. Bei allen ihren Arbeiten handelt es sich nämlich durchgehend um bis ins kleinste Detail inszenierte Farbfotografien, die nachträglich händisch von der Künstlerin koloriert, quasi nachinszeniert, sind. Öffnungszeiten: Mi - Fr, 14 - 20 Uhr und nach Vereinbarung. Tel+Fax: 0 316 325 225 | kunst.wirt.schaft@untanet.at


Bis 22.1.2006: In der letzten Ausstellung der Reihe Cumulus Kunst_Vor Ort zeigt das Kulturzentrum bei den Minoriten malerische und Reliefarbeiten von Alois Neuhold unter dem Titel Wenn dir die Welt einsteint. Akribisch arbeitet sich Neuhold, der als Neuvalis signiert, in etlichen farbigen Materialschichten an Bildoberflächen, in denen schließlich ein Rudiment von menschlichen Figuren zu erahnen ist. Hermetisch und poetisch die Bildtitel wie Einstein in seiner Kartause, Quantentrauben zählend oder Rote Verkündigung mit dem Rosa Täubchen.

Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilfer Platz 2, 8020 Graz. Geöffnet bei Abendveranstaltungen im Minoritensaal und gegen Voranmeldung unter Tel. 0316/71 11 33. Informationen unter www.minoritenkulturgraz.at


Bis 23.12. zeigt die Galerie Carneri, Carnerigasse 34, 8010 Graz, eine Ausstellung mit Werken von Edith Temmel und Michaela Steiner unter dem Titel himmel & erde. Geöffnet von Montag bis Freitag, jeweils von 8 – 18 Uhr. Informationen unter Tel. 0316-69 70 52


Bis 24. 12. zeigt die Galerie Patrick Ebensperger Malerei von Xenia Hausner, Konrad Adam, Leif Trenkler und Alfredo Barsuglia. Färbergasse 3, 8010 Graz. Informationen unter Tel. 0664 918 0 827 und www.ebensperger.net

Pädak-Projekt Camille Claudel

Mit einer Feuershow wurde vor einem großen internationalen Publikum das europäische Kunstprojekt Camille Claudel, an dem 55 junge Kunststudenten aus 6 Nationalitäten teilnahmen, von Direktor Dr. Siegfried Barones eröffnet. Das von Dr. Franziska Pirstinger und ihrem Kunsterzieherteam der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz Seckau sehr erfolgreich koordinierte Projekt wurde bereits in Athen gefeiert und wird durch Europa wandern. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Dez. 2005 Mo - Fr von 7.00 - 20.00 in der Ganggalerie der PÄDAK Graz Eggenberg zu besichtigen.

Bis zum 7.1.2006 zeigt das Haus der Kunst, Galerie Andreas Lendl, Joanneumring 12 in Graz, Arbeiten von Gerhard Almbauer unter dem Titel Kambrium.

Ausstellung unter dem Titel Changanya im Rahmen des Länderzirkels Sambia: Shirley Werchota. „Changanya“ bedeutet auf Nianja „Durch Improvisation das Ziel erreichen“ und umreißt exakt die Arbeitsweise der jungen, aus Afrika stammenden Künstlerin Shirley Werchota. Im interkulturellen Café und Begegnungszentrum Auschlößl, Friedrichgasse 36, 8010 Graz, Tel. 0316 813368. Öffnungszeiten: Mo - Sa 10 bis 24 Uhr | Zu sehen bis zum 9. Jänner 2006.



www.blatt-werk.at
, die Homepage des vereins für medienkunst und kommunikationskultur, erfuhr kürzlich ein Update: Musik: # paul friedrich „ohne titel“, # dj bitz | compiler one, # dj bitz | compiler two, # element012 „the twilight masters v01“. Photographie: # knips* | das matthias jaeger album, # //photography barbara tschann, # neue k?nstlerin: barbara tschann. Media: # remembered: „popup project“ by michael langeder, # remembered: „jda“ game by matthias jaeger, # bert | die gelse, die vollversion. Upcoming: # trailer und stills zum aktuellen filmprojekt „BITTER LEMON“, # interactive games by lukas meisterhofer, # animations, # eierkopf film by katharina haring, # shadowman | short story by matthias jaeger.


Die Galerie Eugen Lendl präsentiert Rudi Molacek „Schlesische Strasse“ in den neuen Räumlichkeiten der Galerie in der Bürgergasse 4/I, im Palais Lengheimb. Nach der Parallelausstellung (mit der Neuen Galerie) 2002 „Die absolute Malerei kann nur bildlos sein“ ist dies die zweite Ausstellung in der Galerie Lendl und zugleich die Premiere in den neuen Galerieräumen. Zu sehen bis zum 22. Jänner 2006. Informationen unter www.eugenlendl.com


Schmiegsam, “cuddlesome“ ist ein Konzert für 74 Vogelstimmen, eine Installation von Erwin Posarnig, derzeit an der Außenseite des medien.kunst.labor am Kunsthaus Graz zu hören.


Der Frischehof, Bio-Restaurant-Cafe-Shop, Lagerfeld 11 in Leibnitz, zeigt Malerei von Beate Rüsch. Mo-Fr 8.30 - 19 Uhr, Sa 8.00 - 17Uhr


tazl. präsentiert Gerhard Demetz “Schwellenraum“. Wieviele Gesichter hat ein Mensch? Der Südtiroler Bildhauermeister Gehard Demetz begibt sich auf die Spur großer Philosophen. Zu sehen sind auch Werke von Cy Twombly, Biennaleteilnehmer, Künstler mit weltweiten Museumsausstellungen und Meister der lyrischen Abstraktion. Weiters Radierungen auf Hasenfell von Deborah Sengl und Werke von Beuys, Christo, Hermeling, Hrdlicka, Nitsch, Prachensky, Rainer, Sengl, Staudacher. Neutorgasse 47 in Graz, Tel. 0316/ 82 00 46.

 

 


  AKTUELLE VERANSTALTUNGEN


Ab 11. Dezember: Die Nachtigall, ein Märchen für Groß und Klein nach Hans Christian Andersen ist im theaterzentrum deutschlandsberg Neue Schmiede, Untere Schmiedgasse 11, am 11., 16., 17. und 18. Dezember, jeweils um 17 Uhr zu sehen.
Reservierungen unter Tel. 03462-6934 und office@theaterzentrum.at


Das Literaturhaus Graz im Dezember und Jänner:
15. Dezember: 20.00 Uhr, Leser des Monats:
Kurt Flecker im Gespräch mit Hubert Patterer (Kleine Zeitung) über Das steinerne Floss von José Saramago

16. Dezember: 20.00 Uhr, Groovelines Special Edition IV:
Es spielen: Horst Michael Schaffer, Jurai Bartos (trumpets), Reinhold Summerer), Wolfgang Messner (trombones), Ed Partyka (tuba, bass, trombone).
Es lesen: Max Gad und Wolfgang Pollanz

30. Dezember: 19.00 Uhr, Vorpremiere: Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt). Eine Produktion von theater lechthaler-belic

Ab 31. Dezember: 19.00 Uhr, Silvesterpremiere: Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)
Weitere Aufführungen: 6., 7, 12., 13., 14., 17., und 20. Jänner.

11. und 31. Jänner: jeweils 16.00 bis 20.00 Uhr, Jugend-Literatur-Werkstatt

18. Jänner: 20.00 Uhr, Lesung 3 x 20: Felicitas Ferder, Roman Senkl, Gerhild Steinbuch

19. Jänner: 20.00 Uhr, Leserin des Monats:
Johanna Rachinger (Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek) im Gespräch mit Sabine Oppolzer (Kulturjournalistin bei Ö1)
über Die Glut von Sándor Márai

25. Jänner: 20.00 Uhr, Reihe Premiere, Lesung mit Musik:
Reinhold Bilgeri liest, begleitet vom Pianisten Joe Meixner, aus dem Roman Der Atem des Himmels

26. Jänner: 20.00 Uhr. Crimeline: Petros Markaris liest aus Balkan Blues

27.01. ab 20.00 Uhr: Groovelines Special Edition V „Ein Fest Für Gert Jonke“ In Kooperation mit der Jazz Bigband Graz | es liest: Gert Jonke


17. Dezember: Bookolino – Lesezimmer im Advent für Kinder ab 4: Bücherfreund Ishwara Erhard Koren liest von 15.00 bis 17.00 Uhr vor.
Karten-Telefon 0676-67 101 66 | Informationen unter www.literaturhaus-graz.at


Ab 17. Jänner: Nach drei Jahren Weihnachtskrippenspiel gibt es dieses Jahr ein neues Weihnachts-Ereignis von THEATERmëRZ : Als ich Christtagsfreude holen ging. Auf der Grundlage der stillen und wunderbaren Erzählung von Peter Rosegger entwickelt von Willi Bernhart:
17., 20. und 21. Dezember, jeweils um 18.00 Uhr im THEATERmëRZ, Steinfeldgasse 20, 8020 Graz.


20. Dezember, 20 Uhr: Kopenhagen von Michael Frayn auf der Probebühne des Schauspielhauses Graz wieder aufgenommen. Mitten im Krieg, im Jahre 1941, besuchte der deutsche Physiker Werner Heisenberg seinen dänischen Kollegen Niels Bohr im von den Nazis besetzten Dänemark. Warum hat er das getan? Was wurde dort bei einem nächtlichen Spaziergang verhandelt? Lotte Marquardt, Gerhard Balluch und Daniel Doujenis spielen in der Arcadia-Produktion unter der Regie von Heinz Hartwig. Informationen unter www.theater-graz.com


Ab 22. Dezember: Die Schneekönigin nach dem Wintermärchen von Hans Christian Andersen in einem Theaterspiel für Kinder im Grazer Kindermuseum, Friedrichgasse 34, 8010 Graz. 22. (16.00 Uhr), 23. (16.00 Uhr) und 24. (11.00 und 14.00 Uhr) Dezember. Karten unter Tel. 0316-872 7700


Ab 2. Dezember: „Wer befreit uns wieder? Kabarett und Unterhaltungskultur in der Steiermark 1945-1965“
Die Ausstellung des Österreichischen Kabarettarchivs (Konzept und Gestaltung: Dr. Iris Fink, Dr. Hans Veigl) zeigt sowohl die Versuche, das klassische Wiener Kabarett der Zwischenkriegszeit wieder zu beleben, als auch die ersten Studentenkabaretts, deren erfolgreichstes wohl „Der Würfel“ war. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Funkkabarett.

Erinnert wird an Debütanten, die Karriere am Theater und in der Kleinkunst machten, wie Dieter Gogg, Gerda Klimek, Sepp Trummer u.a., oder die andere Berufswege gingen, wie Emil Breisach, Kuno Knöbl, und Gerald Schöpfer, denen aber eines gemeinsam war: das Sprungbrett Graz. Anhand von Manuskripten, Fotos, Plakaten, u.a. zeichnet das ÖKA die Atmosphäre von einst nach.

Dauer der Ausstellung: 2. Dezember 2005 bis 31. Jänner 2006, Mo. bis Fr., 8.30–17 Uhr
Ort: Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchberggasse 2, 8010 Graz | Eintritt frei!


Anmeldungen für die Almenland – Theaterschule 1 und 2
für Erwachsene noch bis 12. Dezember!

Kursinhalte für Theaterschule 1:
Basisarbeit/Schauspieltraining ( 6 Abende) – jeweils von 19 bis 22 Uhr 1 Mal pro Woche
Atmen/Stimme/Sprechen (4 Abende) Szenenarbeit (4 Abende)

Kursinhalte für die Theaterschule 2:
Ähnlich wie oben, aber Ziel ist eine Theaterproduktion (Shakespeare)

Beginn für 1 und 2 gemeinsam: Montag, 16. 1. 2006
In der Almschule Granitz (von Weiz, Weizklamm, Richtung Brandlucken, neben Diskothek Granitzer, oder von Anger zur Brandlucken, dann weiter Richtung Weiz bis zum Granitzer oder von Passail über Kreuzwirt links weiter Richtung Brandlucken).

Kosten: € 180.- pro Person ( Für LAUT! - Mitglieder € 160.-)
Für die Theaterschule 1 sind keine Vorkenntnisse erforderlich!
Für die Theaterschule 2 sind Theatererfahrung bzw. der Besuch der Almenland-Theaterschule 1 (2005) erforderlich.

Anmeldeschluss: 12. Dezember 2005!
Anmeldung schriftlich an: Josef Krainer Almschule Granitz | Granitz 116, 8172 Heilbrunn, Tel. 03179 – 8345, 0664 333 5224 | sigmut@asn.netway.at Angaben von Namen, Geburtsdatum, Adresse, Tel. / e-mail und Beruf, zur Theaterschule 1 oder 2 sind erbeten.


Kasperl macht Geschichten – Lustige Kasperl-Abenteuer zum Vor- und Immer wieder Lesen.
Wenn Kasperl einmal nicht auf der Bühne steht, gerät er trotzdem in ein Abenteuer nach dem anderen. Ein Knödeldieb muss überführt werden, ein einsames Schlossgespenst sucht ein neues Zuhause und ein Räuberlehrling möchte nicht stehlen, sondern lieber zur Schule gehen.

Petz Macsek und Charly Vogt von der Grazer Kasperlbühne „Charly & Petz“ haben gemeinsam mit Astrid Taurer vier Stücke rund um ihre Protagonisten Kasperl und Seppl ausgewählt und erzählt. Die Texte werden ergänzt durch Illustrationen von Anneliese Rauscher.

Im Sonderteil des Buches – „Familienbande“ – findet man eine Auswahl von Texten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die im Rahmen von mehreren Schreibwerkstätten und eines Literaturwettbewerbs entstanden sind.

Erhältlich ist das Buch ab sofort bei den Kinderfreunden Steiermark und ab Jänner 2006 auch im österreichischen Buchhandel.
Eur. 15,20, ISBN 3-9502103-0-X, ab 3 Jahren

Nähere Infos:
Mag. Barbara Romar, Kaiserfeldgasse 22, 8010 Graz, Tel. 0664-8055-321 oder 0316-825512-21 und pr@kinderfreunde-steiermark.at


Grenzenlos weibliche Auszeichnungen
Gute Tradition hat der von Frauenstadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl initiierte und nach Minna Kautsky benannte Literaturwettbewerb. Zahlreiche Grazerinnen begaben sich auch in diesem Jahr wieder auf literarische Entdeckungsreise. Motto des heurigen Literaturwettbewerbs: „Frauen ohne Grenzen - grenzenlos weiblich“.

In der Kategorie Lyrik konnte Gertrude Grossegger die Jury am überzeugen; die Plätze zwei bis fünf belegten Ines Aftenberger, Dr. Bea Zaunschirm, Claudia Fischer-Wickenburg und Lilo Wachter.

Die Kategorie Prosa entschied Dr. Ingrid Gutmann für sich; dicht gefolgt von Ulrike Fauster, Uli Toth, Mag. Barbara Laminger und Edith Ragossnig.
Die Erstplatzierten in der Sparte Lyrik sowie in der Sparte Prosa erhielten auch in diesem Jahr ein Preisgeld von je € 500,-.


3. bis 8. Februar: Das Mezzanin Theater erhält den mit 11.000 Euro dotierten Würdigungspreis für realisierte Kunst- und Kulturprojekte zur Integration von Menschen mit Behinderung für die seit 1995 erbrachte vorbildliche kulturelle Kooperation mit Menschen mit Behinderung in Form von zahlreichen Theaterproduktionen und der kontinuierlichen Veranstaltung von integrativen Theaterfestivals. Man darf auch auf die neuesten Projekte gespannt sein, nämlich auf „Spleen graz“ - Ein internationales Theaterfestival für Kinder und Jugendliche.

Das Schauspielhaus im Dezember

10., 11. und 31. Dezember: Was Ihr wollt von William Shakespeare
10. Dezember: Späte Gegend von Lida Winiewicz
Ab 10. Dezember: Dein Projekt liebt dich von Johannes Schrettle | weitere Vorstellungen: 27. und 31. Dezember
12. und 31. Dezember: Jessica, 30 von Marlene Streeruwitz
13., 14. und 28. Dezember: Der stumme Diener von Harold Pinter
13. Dezember: Fat Tuesday
14. und 26. Dezember: My Name is Peggy von Marc Becker
15., 21. und 30. Dezember: Maria Stuart von Friedrich von Schiller
16. und 28. Dezember: Das Mädl aus der Vorstadt von Johann Nepomuk Nestroy.
16. Dezember: Elvis! Caught in a Trap Ein biographischer Liederabend von Thomas Guglielmetti
18. Dezember: Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams.
18. Dezember: Der Kontrabaß von Patrick Süskind.
20. Dezember: Country Music von Simon Stephens.
20. Dezember: Kopenhagen von Michael Frayn
22. Dezember: Der Weibsteufel von Karl Schönherr.
22., 23. Dezember: Heimatlos von Reinhard P. Gruber / Anton Prestele.
23. Dezember: damals vor graz von Gert Jonke.
26. Dezember: Die sexuellen Neurosen unserer Eltern von Lukas Bärfuss.
29. Dezember: Amadeus von Peter Shaffer.
29. Dezember: Der reizende Reigen nach dem Reigen des reizenden Herrn Arthur Schnitzler von Werner Schwab.

Weitere Informationen über Bühnen, Karten unter www.theater-graz.com


Die Grazer Oper im Dezember und Jänner:

Ab 10. Dezember: Crazy for You | weitere Vorstellungen: 28. Dezember und 5., 8. und 28. Jänner
11. Dezember: Steirischer Advent in der Grazer Oper, 16.00 und 19.00 Uhr
12. Dezember: Weihnachtsvorfreuden, 19.30 Uhr
Ab 14. Dezember: Hoffmanns Erzählungen | weitere Vorstellungen: 30. Dezember und 14., 27. Jänner
18. Dezember: Die Csárdásfürstin, Premiere | weitere Aufführungen: 21., 31. Dezember und 11., 13., 15. Jänner
19. und 20 Dezember: Der Nussknacker
Ab 26. Dezember: La Traviata | weitere Vorstellungen: 12., 25. Jänner
1. Jänner: Neujahrskonzert
21. Jänner: Opernredoute
23. Jänner: ENSEMBLE GRAZ, Kammerkonzert
29. Jänner IDOMENEO, Premiere, 19 Uhr

Beginnzeiten, Karten und Informationen unter www.theater-graz.com


Bis zum 11. Dezember hat der Admonter Adventmarkt (Freitag und Samstag von 14.00 – 19.00 Uhr, Sonntag von 13.00 – 19.00 Uhr) im Admonter Stiftsareal geöffnet.


Candy Dulfer & Band feat. Chance Howard am Sonntag, 11. Dezember, um 20.00 Uhr im Forum – Kloster, Gleisdorf.
Informationen unter Tel. 0664 383 9999


Air Rumson am 11. Dezember, ehrlicher Blues Rock von morgen. Löwenherz am 18. Dezember, die Wiener Ritter des Rock’n’Roll und Slippery Slope am 25. Dezember, Rock Reggae aus Graz. Jeweils ab 21.00 Uhr im Three Monkeys, Elisabethstraße 31, 8010 Graz.
Informationen unter www.three-monkeys.at


Im Rahmen der Styriarte Meerschein-Matineen am Sonntag, 11. Dezember, um 11.00 Uhr im Grazer Meerscheinschlößl:
Aire español - Xavier Diaz-Latorre, Barockgitarre. Virtuose Musik für Barockgitarre von Gaspar Sanz.

Am Sonntag, 15. Jänner 2006, 11 Uhr: Dissonanzenquartett - Pavel Haas Quartett, Prag. Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 465 „Dissonanzenquartett“), Dimitri Schostakowitsch (op. 110) und Ludwig van Beethoven (op. 59/3 „Rasumowsky“).

Informationen und Karten:
styriarte Kartenbüro, Sackstraße 17, 8010 Graz, Tel. 031-/825 000 | tickets@styriarte.com | www.styriarte.com


Vocal Nights der Kunstuniversität Graz: Montag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, WIST | Dienstag, 13. Dezember 2005, 19.30 Uhr, WIST.
Ausführende: Studierende der Vocalklasse am Institut Jazz der KUG. Leitung: Laurie Antonioli
Confluence - Bass – Guitar: Mittwoch, 14. Dezember, 19.30 Uhr, WIST | Leitung: Wayne Darling - Guido Jeszenszky
KUG Stage Band – “Music of Peter Herbolzheimer”, Mittwoch 25. Jänner 2006, 20.00 Uhr, WIST |
Leitung: Peter Herbolzheimer und Sigi Feigl | special guest: Don Menza – sax

Eintritt 7,- Euro (Abendkasse), Studierende frei
Nähere Informationen unter Tel. 0316-389-3080 (Institut Jazz der KUG)


Doran – Stucky – Studer –Tacuma play Jimi Hendrix. Christy Doran (guitar), Erika Stucky (vocals), Fredy Studer (drums) und Jamaaladeen Tacuma (e-bass) am Dienstag, 13. Dezember, um 20.00 Uhr im CulturCentrumWolkenstein, Steinach.


Stockwerkjazz im Stockwerk, Jakominiplatz Graz:
12. Dezember, 20 Uhr: Reinhard Ziegerhofer (A), Walkin´ alone, Bass – Solo.
17. Dezember, 21 Uhr: Weihnachtskonzert mit Bettina Wechselberger – sopran, Heimo Puschnigg – piano, Henrik Sande – synthesizer, e-guitar, Sigrid Riegebauer – guitar, Josef Klammer – drums, toys, electronics.

Und jeden Dienstag ab 20:30 Uhr: Bowling Nights at Stockwerk Graz mit Don Menza – tenorsax, Ed Neumeister – trombone, Renato Chicco – piano, Milan Nikolic – bass, Christian Salfellner – drums.


Musikalische Spezereyen, präsentiert von Lothar Lässer (Akkordeon) und Josef Fürpaß (Bandoneon), gibt es am Mittwoch, dem 14. Dezember, um 19.30 Uhr im Foyer des Bundesdenkmalamtes, Schubertstraße 73, 8010 Graz, zu hören. Informationen unter Tel. 0 316 / 32 72 56 – 0


Donnerstag, 15. Dezember, um 20:00 Uhr im KulturHausKeller Straden: Blech-Bixn-Bänd - »Gib dem Abfall einen Sinn ...« im Rahmen einer Video-Konzert-Aufzeichnung des aktuellen Programmes.

Reservierung erbeten: Tel. 0676-9110200 | info@straden-aktiv.com | Informationen unter www.straden-aktiv.com


Salvatore Meccio & Ballarò: Una Rosa per il Natale – Traditionelle sizilianische Weihnachtslieder am Freitag, 16. Dezember, um 20.00 Uhr in der Brücke, Grabenstraße 39a, 8010 Graz. Informationen unter Tel. 0316 / 672248 und www.bruecke-graz.com


Papermoon am Freitag, 16. Dezember, um 20.00 Uhr im Orpheum Graz. Informationen unter www.papermoon.at


Son of the Velvet Rat (in Bandbesetzung): Am Freitag, 16. 12. in Die Akte | Stadt-Zug-Platz 3 | 8280 Fürstenfeld | Tel. 03382 53674 und am Samstag, 17. Dezember in Jörgis Bar, Bahnhofplatz 1 | Mitterdorf i. Mürztal, Tel. 03858 2212. Beginn jeweils um 20.00 Uhr. Informationen unter www.velvetrat.mur.at


recreation auf Reisen
Stürmisch gefeiert wurde „recreation – Großes Orchester Graz“ bei seinem ersten Auslandsgastspiel, das die Musiker unter der Leitung von Ernst Kovacic gleich in die Alte Oper Frankfurt geführt hat: recreation für Schüler: Beethovens „Pastorale“ ist auch der Inhalt eines soeben fixierten ersten Schulkonzertes mit recreation am Dienstag, dem 20. Dezember, 11 Uhr im Grazer Stefaniensaal.

Heinrich Schiff wird in das Werk einführen und es dann dirigieren. Das Konzert der neu eingerichteten Leiste „recreation@school“, das sich bevorzugt an Schulklassen und Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren richtet, wurde zur Subskription aufgelegt und hat heute die nötige Anmeldungszahl von 600 Personen erreicht. Wenige Restkarten à EUR 10 sind im styriarte-Kartenbüro also noch erhältlich.

Informationen unter www.styriarte.com und www.recre.com


The Souly Nights 2005 mit Leo Kysèla am 22., 23., und 24. ! Dezember im WIST-Mo.xx | Graz, Moserhofgasse 34.
Tickets & Reservierungen: Die Eintrittskarte | 8010 Graz / Mondscheingasse 4 | 0316- 833 948 | www.dieeintrittskarte.at | www.soul.at


Das Rabenhof Theater ruft zum Protestsongcontest 06 auf!
Das Rabenhof Theater fordert gemeinsam mit Stermann & Grissemann im Rahmen der FM4-Sendung „Salon Helga“ junge Musikerinnen und Musiker auf, ihrem Unmut Luft zu machen. Dabei sind Eigenkompositionen wie auch Cover Versionen bekannter Songs willkommen, der Text muss jedoch original von den Teilnehmern kommen.

Bei Beteiligung ist Folgendes einzusenden:
Audio-CD sowie Songtext, Bandbiografie, Bandfotos (Format: .jpg, Auflösung: 300 dpi) und Kontaktinfos (Bandname, Kontaktperson, Mail, Telefonnummer etc.) (Fremdsprachige Songs sind ebenfalls erwünscht – bitte hierbei um Übermittlung einer deutschen Übersetzung) Die von der Finaljury ausgewählten besten 10 Songs werden am 12. Februar 2006 im Rahmen der „Protestsongcontest“ - Schlussveranstaltung im Rabenhof Theater aufgeführt und von FM4 live übertragen.

Einsendungen an: ORF FM4 / Salon Helga (1136 Wien; Argentinierstrasse 30a)
Kennwort: „Protestsongcontest 06“ | Einsendeschluss ist der 9. Jänner 2006 (Poststempel)
Bei weiteren Fragen: info@protestsongcontest.at


Next Liberty im Dezember und Jänner

Kinder zaubern Flöte am 10., 13., 16. Dezember
Emil und die Detektive am 14., 17., 20. Dezember und am 10., 12., (26. u. 27., 28. 29 Gastspiel St. Pölten), Jänner.
Tanz-Musik-Theater; ab 15+ Auf dem Weg ins gelobte Land - Kindheit und Jugend in der Diktatur am 15. Dezember
Hexe Hillary geht in die Oper am 15., Dezember
Romeo & Julia am 16., 21. Dezember und am 11., 13. Jänner
Der Zauberer von Oz (Uraufführung) am 17. Dezember | weitere Aufführungen am 22., 23. 27. u. 29. Dezember und am 4., 7. Jänner

Die Kuh Rosmarie oder Warum darf ein Schwein kein Schwein sein?
Am 20., 23., u. 28. (in Graz und als Gastspiel in Puch bei Weiz) Dezember und am 3., 12., 19., 26. Jänner
Das Einhorn und der Zauberer am 22. und 23. Dezember
Superhenne Hanna (Uraufführung) Premiere, am 21. Jänner | weitere Aufführung am 31. Jänner
Tag der Offenen Tür am 15. Jänner.

Die jeweiligen Beginnzeiten und eventuelle Gastspiele entnehmen Sie bitte www.theater-graz.com


Das „Büro für Weihnachtslieder“ hat heuer bereits zum 15. Mal geöffnet. Weltweit vernetzt für die einzigartige Idee: „Weihnachtslieder wieder selber singen“ steht diese Servicestelle allen zur Verfügung, die sich auf der Suche nach Texten, Strophen, Melodien und Geschichten rund um das Thema Weihnacht befinden. Im Citypark Graz (Panoramageschoß), Lazarettgürtel 55, Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00/Samstag von 10.00 bis 18.00, geöffnet bis zum 23. Dezember. Büro für Weihnachtslieder: 0316-838099 | www.steirisches-volksliedwerk.at


Mariazeller Advent Liederbuch erschienen. Am liebsten würde man ja reinbeißen, so köstlich schaut dieses neue Liederbuch aus. Es ist auch tatsächlich geschmackvoll: in seinem inhaltlichen Aufbau, der von Liedern, Geschichten, Instrumentalweisen und Brauchbeschreibungen bis zu Rezepten reicht. Hg.: Steirisches Volksliedwerk, 160 Seiten, Rocktaschenformat (10 x 14,5 cm), EUR 8,50.

Bestellungen: Steirisches Volksliedwerk, Herdergasse 3, 8010 Graz, Tel. 0316 / 877 2660, Fax 0316 / 877 5587 und www.steirisches-volksliedwerk.at, service@steirisches-volksliedwerk.at | Erhältlich auch beim Mariazeller Advent (www.advent-austria.at)

 

 

 

GELESENES & ERLESENES


Poetische Interaktionen zu vier Händen
Über zwei Jahre erstreckte sich die vom Grazer Kulturamt und der Stadtbibliothek in der Mediathek veranstaltete Literaturreihe 4Handschreiben. Kooperationen in Form von paarweise Lese- oder Schreibakten zwischen Autorinnen und Autoren als Experiment gegenüber dem Stereotyp, das „‘Große Werk’, der ‘Große Roman’ muss allein, am besten in Einsamkeit, geschrieben werden“, woran die Herausgeber Günter Eichberger und Wilhelm Hengstler in der nun erschienenen Publikation aller Texte nochmals erinnern. Wenn hinter der Verlockung gemeinsamer Projekte der Wunsch steht, wie Eichberger und Hengstler vermuten, „von dieser Einsamkeit wenigstens eine Auszeit zu nehmen“, stellt sich die Frage, ob auch die ältesten überlieferten Epen wie Gilgamesch oder die Ilias, als Leistungen von Erzählerkollektiven, Versuchen gleich kommen, jene Einsamkeit zu überwinden. Und diese Frage müsste letztlich auch gegenüber den Zehn Geboten gestellt werden, die aus einer Interaktion zwischen Gott und dem Volk Israel resultieren: War oder ist Gott einsam?

Gelöst wird diese hier gestellte und zu den absolut letzten Fragen zu zählende im vorliegenden Band naturgemäß nicht. Vielmehr gilt es, nach dem Beispiel der Autoren Helwig Brunner und Ron Winkler einem literarischen Paarlauf in zwölf Durchgängen zu folgen und den programmatischen Imperativ Share Your Ego als Dritter oder Dritte, nämlich als LeserIn, wahrzunehmen. Wilhelm Hengstler und Hans Trummer etwa entwickelten einen Kanon, basierend auf jahrzehntelanger Freundschaft und Jahrzehnte zurückliegenden Erlebnissen in Venedig und überschneiden die eigenen mit der historischen Person des Dogen Dandolo im gleichnamigen Text. Werner Schandor und Helmuth Schönauer definieren nicht allein über die Entfernung zwischen Graz und Innsbruck einen hochinteressanten Heimatbegriff, der gleichwohl individuell auf seinen Wirklichkeitswert überprüft werden kann. Über Kreuz, möchte man vermuten, kommen sich Monika Wogrolly und Robert Schindel, wenn deren Texte sich unter dem Zeichen X doch nicht so recht multiplizieren wollen. Oder sollte X für Zehn stehen? Weitere Autorenduos bilden Günter Eichberger und Egyd Gstättner, Gustav Ernst und Robert Wolf, Franzobel und Wolfgang Pollanz, Fabjan Hafner und Joachim G. Hammer, Elfriede Kern und Mike Markart, Wolfgang Mörth und Martin G. Wanko, Birgit Pölzl und Dieter Sperl, Fritz Popp und Andrea Seiler.

Günter Eichberger, Wilhelm Hengstler (Hg.): 4Handschreiben. Poetische Interaktionen. Weitra (Bibliothek der Provinz) 2005. Eur. 18,-


The Danube Streaming Show revisited
Im Jahr 2000 startete der Kunstverein W.A.S. die Arbeit am Reise- Kunst- und Kommunikationsprojekt „The Danube Streaming Show“. Die Reise konnte erst 2003 in die Tat umgesetzt werden. Verzögerungen gab es zuerst wegen der durch den Krieg zerstörten Brücken um Novi Sad, die jeden Schiffsverkehr blockierten, später auch wegen der Hochwasserkatastrophe. 2003 wurde ein Ausschnitt des gesammelten Bild- und Videomaterials in Graz (Kulturzentrum Minoriten) gezeigt, die gesamte audiovisuelle Produktion wurde 2004 im MuseumsQuartier Wien (Freiraum Transeuropa/PiroschkaREV) installiert. Gleichzeitig erfolgte die Aufarbeitung aller gesammelten Eindrücke, Analysen, Sammlung von Daten und Fakten um die Donau sowie kunsttheoretischen und literarischen Beiträgen von Autorinnen um das Thema. Nun liegt das Resultat vor: ein Katalolg mit 196 Seiten und Beiträgen von mehr als 64 KünstlerInnen und etwa 22 AutorInnen. Stationen der Reise: Bratislava - Budapest - Novi Sad - Beograd - Vidin - Russe - Sulina (Schwarzes Meer).

W.A.S. (Womyn´s Art Support) - Veronika Dreier, Doris Jauk-Hinz, Eva Ursprung: The Danube Streaming Show revisited. Hrsg: Kunstverein W.A.S., email: was@mur.at | http://was.mur.at | Erhältlich bei KIG! AUSLAGE, Feuerbachgasse 25, Graz und im guten Buchhandel. Wien: Boutique Gegenalltag, MuseumsQuartier.


ORT means Place, Site, Location and more
Nach zwei Jahren und sechs Stationen wurde die Summe des Programmschwerpunktes ORT im mittlerweile 19. Band der HDA Dokumente zur Architektur publiziert. In Vorträgen und Diskussionen seit 2004 fokussierte das Grazer Haus der Architektur spezifische und historische Bedingungen möglicher und latenter Architektur Zum Beispiel Österreich[s], am Stadtumbau Londons, zum Bauen zwischen Stadt, Land und Wüste in Chile, praktischer Ästhetik in Finnland, sozialer Schönheit in Portugal und den Entwicklungen in der Nachfolge des australischen Architekten Glenn Murcutt.

Die Suche nach „best practices“ sei eine der Auswirkungen der Globalisierungsdebatte zur Erhaltung regionaler Selbstbestimmung, formuliert Matthias Boeckl. Das Streben nach Autonomie bezieht gerade im Bereich der Architektur seine Instrumente aus dem internationalen Erfahrungsaustausch, die Globalisierung stelle daraus folgend und antithetisch „die Werkzeuge zur Abfederung ihrer Defizite zur Verfügung“. So erweist sich etwa Österreich seit der Moderne als „relativ resistent“ gegen übernationale oder globale Architekturtrends. Dabei wurden internationale Entwicklungen in den vergangenen sechzig Jahren „kritisch reflektiert und meist in sozialer Verantwortung und idealistischer Fortschrittsform baulich umgesetzt“. Der im März 2004 gehaltene Vortrag im HDA dagegen beleuchtete die seit dem EU-Beitritt Österreichs auszumachende Tendenz, nach der sich österreichische Architekten wie Hans Hollein oder Coop Himmelb(l)au immer deutlicher an globalen Trends orientieren.

Friedrich Achleitner unterscheidet im Interview zwischen Regionalismus und regionaler Architektur, die aus eigenen Wertungen und Maßstäben entsteht, während sie reflektiert, was in der Welt passiert. So hält er dementsprechend fest, was tautologisch nur anmutet: „Dem Ort entgeht man nicht“.

Ort. HDA Dokumente zur Architektur 19/20. Beiträge und Essays von Matthias Boeckl, Adam Caruso, Ellis Woodman, Rodrigo Perez de Arce, Heinz Tesar, Brian Carter u.a., im Interview Friedrich Achleitner, Fotos von Zita Oberwalder. ISBN 3-901174-57-5, Eur. 19,90


Stimmungen, Schwingungen, Zwischentöne
Wenn das Besondere an Sonja Harter bloß wäre, dass eine so junge Autorin so reife Lyrik schreibt, dann wäre dies ehrlich gemeintes Lob wert – und nicht mehr. Weil Harter aber ob ihrer Beherrschung der lyrischen Sprache zweifellos mit anderen Maßstäben gemessen werden muss als diverse JungliteratInnen, darf man sich etwas wünschen: Dass sich der Fokus ihres Schaffens ein wenig von der Spiegelung des Persönlichen hin zur Dialektik des Seins entwickeln möge. Sensible RezipientInnen werden die „Stimmungen und Schwingungen“ (Werner Krause im Nachwort) in den Gedichten Harters als ihren eigenen ähnlich nachempfinden können – das ist schön und menschlich. Aber die feinen Nuancen und Zwischentöne verlangen nach kontrapunktischen Tönen – zum Beispiel nach solchen, deren uns die vermehrt auftretenden Strudel und Wirbel im Strom der Geschichte mehr als genug liefern. Dennoch: Sehr schön zu lesen, sehr schön zu hören – eine CD mit Harter-O-Ton liegt bei. – cs –

Sonja Harter: barfuß richtung festland. Graz: Leykam 2005 (Edition Literatur), 96 Seiten, EUR 19,90


Schlimmes Ende im Grey Goo
Vielfältig ist die neue Ausgabe der Grazer Literaturzeitschrift Lichtungen. Neben Bettina Balàkas Siegertext des diesjährigen Akademie-Graz-Literaturwettbewerbs (siehe auch Seite 17 dieser KORSO-Ausgabe), mehreren Gedichten von Sonja Harter, Auszügen aus dem Roman „Paul Beers Beweis“ von Clemens Berger – endlich wieder einem Text, der sich mit dem Österreich der Gegenart auseinander setzt – und einem Schwerpunkt „Lyrik finnischer Dichterinnen“ findet sich ein höchst unterhaltsames Theaterstück Willi Hengstlers im Volltext: „Blob, Blob“ handelt von der Mathematikerin Ada Lovelace, der Tochter Lord Byrons, die als erste Programmiererin in die Wissenschaftsgeschichte einging und jung an Krebs starb. Die feministische Kulturwissenschafterin Sadie Paltrow will in den ehemals von Lady Lovelace bewohnten Räumen ein Themen-Museum unter dem Titel „Ada’s World“ einrichten und versichert sich zu diesem Zweck der Unterstützung der Künstlerin Billie Nolan – worauf das Stück streckenweise zur beißenden Parodie auf Event-„Inszenierungstrash“ und inkompetente Kulturpolitik gerät, deren Beitrag vor allem im Wunsch nach einem Feuerwerk für die Eröffnungsfeier besteht. (Hengstler selbst soll ja einmal von einem Kulturbeamten gegen seinen Willen dazu gezwungen worden sein, bei einer von ihm inszenierten Eröffnung ein Feuerwerk abzubrennen). Die Handlung setzt sich alternierend auf zwei Zeitebenen fort – der historischen der schwer kranken Ada Lovelace und der aktuellen des „Ada’s World“-Projektes. Exkurse über künstliche Intelligenz (Lovelace’s Mentor Babbage erdachte eine ,analytical machine‘ – de facto einen Computer-Vorläufer) verdichten sich zu Ende des Stückes zu einem Fanal: Die intelligenten Maschinen der Jetztzeit sind Nanoroboter, und geraten diese außer Kontrolle, dann endet alles in Eric Drexlers Grey Goo.

Hengstlers Stück wird unter dem Titel „Adas Erbe“ am Samstag, 17.12. um 14 Uhr in Ö1 ausgestrahlt.

Ungewöhnliche Ansichten bietet der der bildenden Kunst gewidmete Teil der „Lichtungen“: Die in Wien lebende russische Künstleri Lena Lapschina fotgrafiert mit einem 1000-mm-Tele aus ihrem Schlafzimmerfenster Ausschnitte der Welt … – cs –

Lichtungen 104, 148 Seiten, Graz 2005, Euro 4,50


„Die Steiermark auf Bewährung“
„Eine mögliche Bildergeschichte“ nennt sich im Untertitel das Buch, das vom Landesmuseum Joanneum und dem am Bild und Tonarchiv angesiedelten Büro der Erinnerungen herausgegeben wurde. Zu Grunde liegt ihm die im heurigen Gedenkjahr gezeigte Fotoausstellung „Wo keine Steiermark, da kein Österreich“. In dieser Ausstellung und im nun vorliegenden Buch werden bewusst andere Akzente als in den offiziellen Jubiläumsausstellungen gesetzt. Nicht der Mythos der Stunde Null, der „Kampf“ um den Staatsvertrag und andere heuer offiziell erinnerte Anlässe und Erfolgsgeschichten mehr werden hier thematisiert. In elf Kapiteln werden Fotos mit zeitgenössischen Textzitaten und essayistischen Beiträgen des Historikers Dieter A. Binder zu möglichen Bildergeschichten, die von „Graz-Freiheitsplatz“ über „Operation Styria. Die Denazification der Gesellschaft“, dem historischen Rückblick in die steirische Tätergeschichte mit dem Titel „Kaddisch“ bis hin zur „Joanneischen Mobilmachung“, dem steirischen Gedenkjahr 1959, reichen. – hh –

Die Steiermark auf Bewährung 1945-1959. Eine mögliche Bildergeschichte. Mit einem Essay in 10 Teilen von Dieter A. Binder. Herausgegeben vom Landesmuseum Joanneum, Graz 2005, ISBN 3-9500410-9-5, 180 Seiten, 111 s/w Abb., 25 Euro

Korso verlost in Kooperation mit dem Landesmuseum Joanneum, Büro der Erinnerungen, drei Exemplare des Buches.


Frauen-Widerstand in Lateinamerika
Der typisch europäische Blick, der in Lateinamerika nur böse Machos und exotische unterdrückte Frauen ortet, täuscht: Es gibt auch in diesem machistischen Teil der Welt widerständige Frauen, die sich gegen Sexismen, Homophobie, Rassismen und ökonomische Unterdrückung zur Wehr setzen. Auf diese Akteurinnen richten die Autorinnen des Buches ihren Blick.
Die forcierte Umsetzung der neoliberalen Politik in den 1990er Jahren hat weite Teile der Unter- und Mittelschichten verarmen lassen und viele Frauen in die Emigration gezwungen. Migration ist aber auch ein Ansatzpunkt für internationale feministische Koalitionen, die der neoliberalen Politik entgegenwirken.

Claudia Thallmayer/ Karin Eckert (Hg.): Sexismen und Rassismen. Lateinamerikanerinnen zwischen Alter und Neuer Welt.
Wien: Promedia 2004, 208 Seiten, 15,90 Euro

KORSO verlost in Kooperation mit dem Promedia-Verlag fünf Exemplare des Buches beim KORSO-Kulturquiz!


LEO Trotzki: Sozialismus oder Barbarei!
Helmut Dahmer (Hg.) Eine Auswahl aus seinen Schriften | 176 S., Euro 12,90; ISBN 3-85371-240-1
Zu bestellen in Ihrer Buchhandlung!

In Trotzkis Schriften verbindet sich die Klarheit der politisch-soziologischen Analyse mit der Imagination des Literaten. Die von Helmut Dahmer edierten und fachkundig kommentierten Texte machen einen Klassiker der linken Literatur nicht nur für die junge Generation wieder zugänglich.

Gesamtkatalog bei: Promedia 1080 Wien, Wickenburggasse 5/12 | promedia@mediashop.at | www. mediashop.at

 

 

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